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Mediation in Sanierung u. Insolvenz

 

Mediation in der Sanierung und Insolvenz kann in zwei Richtungen Anwendung finden: Nach innen und nach außen.

"Nach außen" bedeutet aus der Sicht des sich in einer wirtschaftlich kritischen Situation befindlichen Unternehmens: im Verhältnis zu den weiteren Beteiligten und damit den aktuellen und potentiellen Gläubigern.

Eine Unternehmenskrise ist unter anderem von zwei Aspekten geprägt:

  • mit zunehmender Dauer der Krise geht das Vertrauen der Gläubigerin das zu sanierenden Unternehmen verloren bzw. verringert sich
  • wobei alle Beteiligten unterschiedliche Interessen und Ziele haben.

Beispielhaft zu erwähnen sind als unterschiedliche Zielrichtungen:

  • die Arbeitnehmer, die einen sicheren Arbeitsplatz und damit keine Kündigung erhalten möchten;
  • die Bank, der an aktuellen Informationen und keinen Rückständen auf Zins- und Tilgungsdienst gelegen ist und die damit letztendlich das Ziel hat, auf dem ein oder anderen möglichen Wege einen so gering wie möglichen Ausfall zu erleiden;
  • die Lieferanten, die die Begleichung ihrer offenen Rechnungen sicherstellen und nach Möglichkeit auch zukünftig den Umsatz auf gleichem Niveau erhalten wollen.
  • Der Unternehmer möchte weitere Kreditmittel seiner Gläubiger erhalten und nach Möglichkeit keine Einschränkungen in seiner Handlungsfreiheit in Kauf nehmen müssen.

Der kleinste gemeinsame Nenner aller Beteiligten ist der Wunsch, dass eine Insolvenz des Unternehmens nicht eintritt. Dies allein reicht aber als Handlungsrichtung für gemeinsam abgestimmte konkrete Sanierungsmassnahmen nicht aus. Dafür ist dieser „gemeinsame Nenner“ zu klein.

Letztendlich ist es der Unternehmer selbst, der die Initiative für ein aktives Zugehen auf seine Gläubiger und gemeinsamen Sanierungsaktionen starten muss. Hierbei kann es hilfreich sein, dass die Gespräche zwischen dem zu sanierenden Unternehmen und den übrigen Beteiligten/Gläubigern unter der Verfahrensleitung eines Mediators erfolgen. Einer der Vorteile liegt darin, dass der Mediator als Brücke das verloren gegangene Vertrauen ersetzt. Dies ist möglich, indem der Mediator aufgrund seiner Allparteilichkeit die Interessen und Ziele der Beteiligten mit diesen gemeinsam erarbeiten kann.

Auf diese Art und Weise kann nicht nur verloren gegangenes Vertrauen wiedergewonnen werden sondern auch ein notwendiger Konsens der Beteiligten hergestellt werden. Je früher mit dieser Maßnahme begonnen wird, desto größer sind die Handlungsoptionen und damit die Möglichkeiten für eine erfolgreiche Sanierung.

"Nach innen" betrachtet hat eine Insolvenz eines inhabergeführten Unternehmens erhebliche wirtschaftliche Folgen für den Unternehmer selbst und (über Sicherheitenstellungen) zumeist auch für weitere Familienangehörige.

Der in wirtschaftlicher Hinsicht mögliche Weg ist der der Vergleichsvereinbarungen mit den Gläubigern. Wenn dieser – zum Beispiel wegen der  Vielzahl der Gläubiger -  nicht möglich ist,  verbleibt die Alternative eines Insolvenzantrages. Das vom Bundestag im Mai 2013 beschlossene und zum Juli 2014 in Kraft tretende Insolvenzrecht sieht Änderungen vor. Danach verkürzt sich die Dauer zur Erlangung der Restschuldbefreiung von sechs auf fünf Jahre, wenn die Verfahrenskosten getragen werden und auf drei Jahre, wenn 35 % der Schulden beglichen werden können. Auch besteht die Möglichkeit eine Insolvenzplanes. Hier sind also Lichtblicke erkennbar.

Mit dieser Situation persönlich zurechtzukommen, ist die weitere erhebliche Herausforderung. Die drohende oder eingetretene Insolvenz ist eine existenitielle Lebenskrise, die mit hohen psychischen Belastungen verbunden ist. Um diese zu bewältigen, ist es hilfreich,

  • wenn man sich der Problematik selbst aktiv stellt. Jede Verdrängung ruft auf Dauer Ängste und Aggressionen hervor und macht bei der Lösungssuche unflexibel.
  • mit diesen Themen offen umgehen bzw. es lernt, damit offen umzugehen, d. h. sich damit im Familien- Freundeskreis nicht versteckt
  • und diese Situation als eine Chance für mögliche Änderungen begreifen kann.

Erforderlich ist es daher nicht nur für den Betroffenen sondern auch für seine Berater, das Thema der Sanierung und Insolvenz mit ihren Folgen auf die private wirtschaftliche Situation des Unternehmers und ihn persönlich in der ganzen notwendigen Breite zu betrachten und auf dieser Basis gemeinsam mit dem Unternehmer Lösungen zu erarbeiten.

Im chinesischen hat das Schriftzeichen für Krise die Bedeutungen Gefahr und Chance. Auch diesen zweiten Aspekt gilt es im Rahmen der Krisenbewältigung zu berücksichtigen. Die wirtschaftliche Krise und Insolvenz kann die Chance für wirtschaftliche und persönliche Änderungen sein, zu denen man ohne diese kritische Situation nicht die Kraft und Initiative gehabt hätte. Erst Jahre später wird man den notwendigen zeitlichen Abstand haben, um beurteilen zu können, inwieweit die Krise und die damit verbundenen Veränderungen in der Gesamtheit der Betrachtung sich auf das Leben positiv ausgewirkt haben.

Zur Zeit der Krise selbst kann das Ziel nur darin liegen, die Veränderungsmöglichkeit zu erkennen und sie zu nutzen. Im Zuge dessen sind wir gerne bereit, mit Ihnen im Rahmen einer meditativen Einzelberatung Ihre  Interessen zu klären und uns gemeinsam mit Ihnen auf eine kreative Ideensuche zu begeben. Wenn Sie Fragen haben oder sich beraten lassen möchten, melden sie sich gerne über lange@daniel-hagelskamp.de.